Ahnenforschung - Daniel Riecke
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genealogische Reisen

Um richtig nachvollziehen zu können, wo die Vorfahren gelebt haben, muss man die entsprechenden Orte besuchen.

Leitmeritz - Drum (Tschechische Republik)

Anfang März 2008 stand zum ersten Mal das staatliche Gebietsarchiv Leitmeritz auf meinem genealogischen Terminkalender. Eine Woche blieb ich in Leitmeritz und schaute mir in der Zeit außerhalb der Archivzeiten die Umgebung und die Wohnorte meiner Vorfahren an. Es war das erste Mal, dass ein Mitglied meines engeren Familienkreises wieder zurück "in die Heimat" fuhr, denn in den frühen Stunden eines Morgens im August 1945 wurde mein Großvater mit seiner Mutter (der Vater war in französischer Kriegsgefangenschaft) und seinem Opa aus dessen Heimatort Drum (cz. Stvolínky) vertrieben.


Im Vergleich / oben: Blick auf die Kirche vom Marktplatz aus. Der sog. "Klostergraben" vor 1945 und heute. unten: Der Marktplatz von Drum. Heute verläuft quer über den ehem. Marktplatz die Hauptstraße zwischen Böhmisch Leipa und Leitmeritz.

Stadthagen - Rinteln

Im Mai 2008 fuhr ich nach Stadthagen und Rinteln. In Stadthagen wirkten meine Vorfahren nachweislich seit mindestens 1420. Die Stadthagener Familie Crop (Cropp, Krop, Kropp) hat in ihren Reihen viele Ratsherren, sowie Bürgermeister der nahezu 800 jährigen Stadt zu verzeichnen. Auch Prof. theol. Josua Stegmann weilte dort an der Universität, bevor er nach Rinteln ging, wo er 1631 starb. In Rinteln war Stegmann Professor der dortigen Universität und Superintendent. Noch heute hängt in der Marktkirche zu Rinteln ein großes Epitaph, welches den großen Theologen zeigt. Auf dem rechten Bild sehen Sie das Wohnhaus meiner Vorfahrenfamilie Crop in der Stadthagener Obernstraße.

Iaşi (Rumänien)

Im Juli 2008 reiste ich nach Iaşi (Jassy) in Rumänien, da dort seit dem 24.08.1944 mein Urgroßvater vermisst ist. Er kämpfte in der Operation Jassy-Kischinew und verlor höchstwahrscheinlich am 24.08.1944 bzw. kurz zuvor oder kurz darauf sein Leben. Auf dem dortigen Friedhof der 300.000 Einwohner Stadt, dem Cimitirul Eternitatea, ruhen mehrere tausend deutsche Gefallene des 2. Weltkrieges, darunter auch viele Unbekannte. Da er vermisst ist, ist nicht klar, wo sich seine sterblichen Überreste befinden.

 

 

 

 

 
 
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